Und, wie sieht er aus, der neue Kestrel? Hat sich das lange Warten gelohnt?
Ich glaube schon. 
Kestrel ist und bleibt eine echte Rennsemmel!
Gewöhnungsbedürftig bei der Installation des neuen Opera: 9.5 Kestrel will per Voreinstellung den Upgrade der bestehenden Operainstallation, da muss man aufpassen, auch wer die Neuinstallation wählt muss im dann folgenden Dialog nochmal einen anderen Ordner als den bestehenden angeben. Vorsicht! Beim Setup wurde auf die schönen bunten Bilder von Merlin verzichtet, hier herrscht ganz Rückbesinnung auf skandinavische Einfachkeit.
Die Neuindizierung der E-Mails (es waren fast 1GB, oh je, so viel) ging erstaunlich schnell, ca. 2 Minuten, dann war es getan. An das vollständige Verschwinden des E-Mail-Panels muss ich mich allerdings erst noch gewöhnen. Leider mitverschwunden ist auch mein praktischer Button, mit dem ich Spamordner und Mülleimer gleichzeitig leeren konnte. Hoffentlich gibt es da etwas Neues als Alternative - denn darauf verzichte ich nicht gerne! Seltsamerweise brauchen die Mails jetzt etwas mehr Platz als vorher. Es sei Kestrel verziehen.
Ansonsten auf den ersten Blick, oh je, ich muss mäkeln, stört mich der neue Opera Standard-Skin ein wenig. Schwarze Tabs, hmm. Find’ ich trist, und die Schließkreuze sind definitiv zu klein. 
Da habe ich jetzt schon Probleme beim mit der Maus zielen, oder gehör’ ich denn bereits zur Altherrenriege, mit meinen 41 Jahren?.
Schwamm drüber, kommen wir zum nächsten positiven Punkt: die Volltextsuche in den besuchten Webseiten mit opera:historysearch. Die ist einfach Spitze!
Die Tastaturkürzel werden mal wieder automatisch, wie sollte es auch anders sein, an die von Firefox angeglichen. Na, wir "erfahrenen Operanianer" sind es ja gewöhnt. Netterweise gibt es da jetzt neuerdings einen Knopf zum Zurückstellen auf "Kompatibilität mit Opera 9.2" unter Einstellungen > Schnellzugriff > Tastenkombinationen. Ah ja danke, gleich mal drücken... 
Und dann, holla, haben wir das Entwickler-Werkzeug namens Dragonfly. Endlich kann man gegen den Firefox anstinken.
Prost, Kestrel!
